Die Sache mit dem E-Auto…

Nehmen wir mal an man fährt mit einem Auto rund 20.000 km pro Jahr. Dann liegt der Jahresverbrauch für ein Elektro-Auto ( #e-auto ) bei rund 4.000 kWh im Jahr. Das ist soviel wie ein 4-5-Personenhaushalt in einem Einfamilienhaus jährlich verbraucht.

Mit jedem E-Auto kommt also – rein stromverbrauchsmäßig gesehen – ein Familienhaushalt dazu, den unsere Stromversorger abdecken müssen. Davon sind zur Zeit rund 45 Mio. auf unseren Straßen unterwegs. Nur in Deutschland, wohlgemerkt. Haushalte haben wir nur rund 41 Mio. Der private Strombedarf würde sich also mehr als verdoppeln.

Dämmert es beim Lesen und Nachrechnen? Richtig. Auf unsere Stromversorger kommen in den nächsten Jahren gewaltige Aufgaben zu. Und dabei reden wir noch nicht über den Ressourcenverbrauch für die Produktion von Batterien. Das Lithium könnte nämlich knapp werden (Stand 12.08.17): http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/elektroautos-wie-wuerde-ein-verbrenner-verbot-funktionieren-a-1116158-7.html

Schon jetzt fehlt es an leistungsstarken Leitungen, die den Windkraft-Strom quer durch´s Land transportieren können. Das wird auch in den nächsten 20 Jahren nicht gelöst sein. Und unter diesem Prämissen propagieren Politiker eine Quote für E-Autos? Das ist meiner Meinung nach der völlig falsche Weg!

Elektromobilität kann nur ein Baustein von ganz vielen sein, um die Emissionsproblematik zu lösen. Es ist aber absolut falsch, diesen Baustein jetzt so in den Vordergrund zu rücken und den Menschen damit das Gefühl zu geben: E-Mobilität ist die Lösung!

Ist sie nicht. Wir brauchen eine Abkehr vom energieverzehrenden (!) Individualverkehr in den Ballungsräumen. Gefragt sind intelligente Konzepte für den ÖPNV und eine forcierte Weiterentwicklung alternativer Beförderungsmittel: Bus, Bahn, P+R mit enger Taktung in die Ballungsräume u.v.m.

Wir brauchen keine E-Autos. Wir brauchen grundsätzliche Beförderungs-Alternativen. Darin sollte man „Energie“ investieren – soviel wie möglich.

 

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