Die PayPal-Mahnung…

Ich öffne den Briefkasten und halte das Schreiben einer Anwaltskanzlei in der Hand. Der Vorwurf: Mit einem PayPal-Konto für 30 € eingekauft und nicht bezahlt.

Daher jetzt eine Gesamtforderung von über 100 € incl. aller so üblichen Gebühren. Doch die verwendete Email-Adresse gehört mir nicht. Es taucht zwar mein Nachname darin auf, aber das war´s auch schon.

Also antworte ich per Einschreiben: Mail-Adresse falsch, ich bin das nicht, habe nichts bestellt, weise Forderung zurück. Und weiter: Das ist Identitätsdiebstahl. Wie kommen Sie auf meinen Namen? Bitte unterstützen Sie mich, ich will Anzeige erstatten!

Die erste Antwort folgt kurze Zeit später: „Nehmen ihre Einwände zur Kenntnis und informieren unsere Mandantin.“ Kurze Zeit später ein zweiter Brief: „Mandantin zieht Forderung zurück. Fall abgeschlossen.“

 

Und meine Forderung nach Offenlegung der erhobenen Daten?

Tja, da soll ich mich doch bitte „direkt an den Auftraggeber wenden“…

Ich habe den Verdacht, da wurde ganz bewußt die große Keule geschwungen um einzuschüchtern. Vielleicht zahlt ja der eine oder andere. Und wenn man dann gezielt hinterfragt – wie kommen die eigentlich auf meine postalische Adresse? – wird schnell der Schwanz eingezogen.

Ich überlege noch, ob ich den Aufwand betreibe, das ganze weiter zu verfolgen. Lust hätte ich eigentlich schon…